Startseite Blog für Trailrunner - 2025 Blog für Trailrunner - 2024 Blog für Trailrunner - 2023 Blog für Trailrunner - 2022 Magazin
Blog für Trailrunner - 2024:



Themen:
Winter Trailrunning - Bodenschneid
Winter Trailrunning - Baumgartenschneid/Neureuth
Trailrunning - Tegernsee-Schliersee-Runde
Trailrunning - Altmühltal - Kipfenberg
Trailrunning - Wendelstein
Trailrunning - Breitenstein
Trailrunning - Geigelstein
Trailrunning - Hochries über Glenggraben
Trailrunning - Traithen-Brünnstein-Runde
Trailrunning - Jachenau-Kessel
Trailrunning - Herzogstand - Heimgarten
Trailrunning - Hirschhörnlkopf + Rabenkopf
Trailrunning - Rhontal - Torscharte
Trailrunning - Sonnjoch
Trailrunning - Rappenspitze


Allgemein:
Über mich
Impressum
Sitemap


Trailrunning - Breitenstein

T R A I L R U N N I N G   -   B R E I T E N S T E I N 


14.05.24
Halbe Stunde Ewigkeit
Winni

Ich hatte in Hundham/Fischbachau zu tun, wusste aber nicht, wie lange es dauern würde. Um 16 Uhr war mein Job getan. Geschwind rüber nach Birkenstein und rauf auf den Breitenstein. Um 16:30 Uhr laufe ich los. Es weht ein kalter Wind, die Sonne aber wärmt.
------------------------------------------------------
Hier die Etappen meiner heutigen 9km langen Runde, unterfüttert mit 800hm: Birkenstein (869m) – Kesselalm (1278m) – Hubertushütte (1542m) – Gipfel (1622m) – Bucheralm (1234m) – Birkenstein. Hier die Runde auf Brouter.de
-------------------------------------------------------

Zuletzt war ich hier vor 4 Jahren fast auf den Tag genau am 10.4.20, wo der C-Scheiß begann und ich auf dem Weg hinunter zwei Polizisten getroffen hatte, die schauen wollten, ob man am Gipfel genug Abstand hält. Nun ja …

In Wanderführern wird die Runde im Uhrzeigersinn empfohlen, also über die Bucheralm. Ich wähle heute den Aufstieg über die Kesselalm. Die erreiche ich nach einem Forstweg auf steilen Pfaden, die die Serpentinen des Forstwegs abkürzen, in 45 Minuten. Kurz vor der Alm ein Wanderpärchen, die meinten, die Alm habe nur bis 17 Uhr geöffnet. Okay, das erste Weißbier fällt schon mal aus.

Weiter steil und holprig geht es bald durch den Bergwald, noch immer begleitet mich der kalte Wind. Ich befürchte, dass ich mich nicht lange am Gipfel aufhalten werde.

Der Wald lichtet sich und ich erreiche die Bergwirtschaft Hubertushütte. Hemden hängen zum Trocknen über den Zaun; niemand zu sehen. Das zweite Weißbier fällt auch aus. Dafür schöner Blick auf den felsigen Gipfel, beleuchtet durch die späte Nachmittagssonne.

Noch ein paar Stufen hinauf gehüpft, ein wenig geklettert, und ich stehe allein im Abendlicht auf dem Breitenstein. Ein hübscher Gipfel mit seiner steil abfallenden Nordseite. Ich blicke hinüber zum Wendelstein, den ich auf meiner letzten Tour besucht hatte. Dann setze ich mich und leere auf einen Satz mein Fläschchen mit dem Zaubertrank auf der Basis von Hafermehl und Gainer. Hatte mittags nichts gegessen.

Erst jetzt merke ich, dass es nahezu windstill ist. Die Sonne wärmt, kein Mensch weit und breit. Es ist 18 Uhr. Der Alpenhauptkamm leuchtet weiß wie Marmor. Unten die Hubertushütte. Niemand zu sehen. Um überhaupt ein Foto von mir zu haben, mache ich zwei, drei Selfis am Kreuz.

Ich genieße die Freiheit, die Freiheit in mir. Das Freisein. Das Tun und Lassen was ich will.

Eigentlich will ich hier gar nicht mehr weg. Übernachten aber ist keine Option, also mache ich mich um 18:30 Uhr auf den Weg hinunter.

An der Hubertushütte der Geruch von Grillfeuer. Ich gehe ums Eck, und da steht sie, meine Fotografin. Hat noch nie mit einem Handy fotografiert, wird sie aber schon hinbekommen. Hat sie. Das Licht war ideal.

Ich laufe weiter in Richtung Bucheralm. Zwei junge Männer kommen mir entgegen. Wollen zum Sonnenuntergang auf den Gipfel, befürchteten aber auch, dass es oben recht windig sein würde. Tatsächlich weht der kalte Wind mittlerweile wieder. Die Info, dass es bei mir nahezu windstill war, freut sie. Gut gelaunt, fast schon euphorisch, laufen wir weiter, sie hinauf, ich hinunter.

Bald wird der Pfad flowig und ich erreiche die Bucheralm. Geschlossen. Natürlich. Kein Weißbier heute. Dafür Wasser aus der Trinkblase. Wie gehabt. Um ehrlich zu sein, ich trinke nie alkoholfreies Weißbier auf meinen Runden. Einmal im Karwendel auf der Falkenhütte hatte ich es getan, das Blubbern im Bauch nahm kein Ende.

Noch ein Stück geht es auf dem Pfad dahin, die restlichen 3km weiter nach Birkenstein auf einem Wirtschaftweg. Nur 3km … dennoch am 2. Tag danach heftigen Muskelkater in den Oberschenkeln. Muss mehr laufen. Aber wann? Bis Ende Mai soll es regnen, und bei Regen mag ich nicht in den Bergen laufen.

Schön muss es sein, so wie heute, und da spielt es keine Rolle, ob die Strecke kurz oder lang ist. Nachmittags zu starten jedenfalls ist eine gute Option. Hätte gerne noch den Wendelstein mitgenommen, war aber zu faul.

Die halbe Stunde Ewigkeit am Gipfel des Breitensteins war Freude genug.

Für meinen Job in Hundham gab es 38 Euro Fahrgeld. Jetzt könnte ich schreiben, dass ich umsonst in die Berge gefahren bin. Irgendwie mag mir das aber nicht gefallen.

Bis bald.
In the meantime: Hammerfall - Live Free or Die


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Breitenstein 14.5.24



Nach oben

T R A I L R U N N I N G   -   B R E I T E N S T E I N 

Zurück

Trailrunning - Breitenstein

Weiter



Nach oben

T R A I L R U N I N G   -   B R E I T E N S T E I N 

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.


Nach oben