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Trailrunning - Hochries

T R A I L R U N N I N G   -   H O C H R I E S 


05.07.24
Carpe Diem
Winni
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Hier die Etappen meiner heutigen 12,4km langen Runde, unterfüttert mit 1030hm: Parkplatz Spatenau (777m) – Linderalm (1012m)– Abzweiger Richtung Moserboden (1167m) – Mittelstation (918m)– Käseralm (918m) – Abzweiger Kräuterwiese über Glenggraben (935m) – Riesenalm-Plateau (1356m) – Hochries (1569m )– Seitenalm (1317m) – Parkplatz. Hier die Runde auf Brouter.de;
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Ist schon mal jemand von euch auf einem Steig in sehr steilem Gelände gelandet, der kaum bzw. nicht mäandert? Mehr dazu später.

Schon wieder sieben Jahre her, als ich mit Christian die Hochries auf 25km umrundet und auch den Gipfel besucht hatten. Überfällig also ein erneuter Besuch.

Da heute Abend Deutschland gegen Spanien (EM) spielt, sollte die Runde nicht zu lang werden, aber auch nicht zu kurz. Ich plane wie immer mit Brouter, exportiere dann den Track aufs Handy und öffne mit OsmAnd (OpenStreetMap): Erstmal ziehe ich eine Linie in Richtung Gipfel, auf halbem Weg die nächste runter zur Mittelstation der Seilbahn. Von dort zeigt mir BRouter einen Weg durch den Glenggraben und weiter hoch. Linien gezogen. Passt!

Ich laufe los, der Himmel ist zugezogen. Mittag soll die Sonne rauskommen. Anders als 2017 bin ich auf die holprigen Wege und Pfade mit dem groben Gestein eingestellt. Ich quere mehrmals die Forststraße und lande bald auf einer befestigten Straße. Eine Betonplatte nach der anderen, etwa fünf Meter lang, bekomme ich unter meine Füße, vier Autos fahren an mir vorbei. Nicht die einzige Straße hier, auch an der Mittelstation auf immerhin 920m gibt es eine. Wozu?

Hier braucht’s kein E-Bike mehr, hier kannste gleich mit dem Auto in den Bergen herumgurken.

Der Beton findet sein Ende und bei blauem Himmel erreiche ich das Almgelände bei der Linder Alm (Getränke-Automat). Bald springe ich von Rundbohle zu Rundbohle über die bunte Sommerwiese hinauf, gut getaktet für einen gleichmäßigen Laufrhythmus.

Am Abzweiger stoße ich auf zwei Familien mit drei kleinen Kindern. Alle schauen angespannt und abgekämpft aus. Meinen Gruß erwidern sie nicht. Wenig später im Downhill ahne ich, warum.

Anfangs mäßig steil mäandert der Pfad in den Bergwald hinein, und dort geht es sehr steil und holprig über Gesteinsbrocken nach unten. Hier hochzugehen erfordert Kraft und Motivation. Nach einem Kilometer liegt der steile ruppige Pfad hinter mir und auf gleicher Höhe laufe ich zur Mittelstation.

Dort wundere ich mich, dass nur ein Schild zur Hochries weist. In die Richtung, wo ich hergekommen bin. Ein Mitarbeiter der Seilbahn kennt den Weg über den Glenggraben und ist ihn auch schon selbst gegangen. Er deutet den steilen Berghang hoch und zeigt mir den Wegverlauf, meint, dass man bei Nässe sehr vorsichtig sein muss und gute Schuhe braucht (guckt kommentarlos auf meine). Der Steig ist steil, sakrisch steil, aber schön, meint er noch. Ich bin aber fast schon unterwegs.

Im Blick den Bikerpark mit ein paar Jungs, die über Schanzen springen, laufe ich weiter, passiere die Käser Alm und nähere mich auf einem Wanderweg dem steilen Hang mit seinem Bergwald. Etwas später dann ein Abzweiger. Rechts: Hochries 2 Stunden. Gerade aus: Kräuterwiese über Glenggraben 1 Stunde.

Was ich da vor mir sehe ist aber ein ausgetrocknetes Bachbett und kein Steig.

So kann man sich täuschen. Es ist der Steig. Und so steige ich über die Gesteinsbrocken hoch und höher, anfangs in direkter Linie, bis der Untergrund, abgesehen von kleinen Klettereinen über Schrofen zahmer und auch kurviger wird. Das Schildchen vom DAV: Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, verstehe ich nicht wirklich. Außer dass das Gelände steil ist, gibt es keine exponierten Stellen.

Auf 1,1km lege ich 427hm zurück. Wer gut in Mathe aufgepasst hat, kann die Steigung in Prozent ausrechnen. Ich war in Mathe schlecht, kann aber sagen, sakrisch steil stimmt.

Im Vergleich dazu: Vom Hotel Tegernsee rauf zur Neureuth über den Bayernweg sind es 3,1km und 450hm.

Der nächste Abzweiger. Rechts zu einer Hütte, Name vergessen, Links zum Riesenalm-Plateau. Von dort dann weiter über den Wigg-Reiter-Steig - eher ein Wanderweg - zur Hochrieshütte im Schatten des Gipfelkreuzes. Eher umgekehrt. Gipfelkreuz, Hütte, Bergstation, Startplatz für Gleitschirmflieger … alles eine Chose. Nix wie weg!

Ob die Römer hier oben Steinplatten verlegt haben, weiß ich nicht, jedenfalls gewinnt man den Eindruck, wenngleich mir das Laufen auf ihnen Spaß macht. Den Abzweiger zum Karkopf, der eingeplant war, verpasse ich (die Tafel soll versteckt gewesen sein, höre ich), also laufe ich weiter in Richtung Seitenalm (die eigentliche Aufstiegsroute) und im Zick-Zack über angelegte Stufen weiter hinunter bis zum Abzweiger von heute früh nahe der Wimmer Alm.

Zurück auf dem bekannten Weg bin ich relativ früh wieder am Parkplatz. Es war heute eine kurze Runde, aber im Anstieg heftig. Oder besser: Ein gutes Training.

Natürlich sitze ich rechtzeitig und frisch geduscht vor dem Fernseher und schaue mir das Viertelfinale an, wenngleich ich mir das Duschen hätte sparen können. Meine Anmerkung zur Entscheidung des Schiris zum Handspiel.

Bis bald
In the meantime: SYLMAGOGHNAR - No Child Of Man Could Follow


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Hochries 5.7.24



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