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Trailrunning - Rappenspitze

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24.10.24
Mutterseelenallein
Winni

Geplant war der Anstieg auf die Rappenspitze über den unschwierigen NW-Grat. Dass ich die – ohne Verhatscher – erst nach 7,5km und knapp 1000hm erreichen würde, wusste ich. Was ich nicht wusste, war, dass es bis dahin so gut wie keine laufbaren Pfade gab. Erst lange steil über ein Geröllfeld. Ein Lob an die Markierer; die rot-weißen Rechtecke waren schon von weitem gut zu sehen.

Anders erging es diesem Wanderer, der diese Runde im Großen und Ganzen so beschreibt, wie auch ich sie erlebt habe – vor allem in seinem persönlichen Fazit (nach den Bildern).

Vorab informiert hatte ich mich, aber hätte ich diesen Block, gefunden auf Wikipedia, vorher gelesen, ich hätte mir für den Tag eine andere Runde ausgesucht; wenngleich ich die wunderbare Bergwelt heute genossen habe. Zudem hatte ich gehofft, dass ich ab dem NW-Grat noch Wanderer treffe. Denkste!

Und der Gedanke, dass ich ganz allein auf schwierigen Pfaden in teils steilem Gelände in einer abgelegenen Ecke unterwegs bin, flackerte immer wieder auf. Vor allem beim finalen Aufstieg in Richtung Rappenspitze.

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Hier die Etappen meiner geplanten heutigen 15,7km langen Tour, unterfüttert mit 1262hm: Parkplatz Gramai Alm (1267m) – Ein Stück in Richtung Lamsenjoch – Abzweiger Lärchenwald-Runde/Rappenspitze – Lunstsattel (1918m) – Rizuelhals (1943m) – Naudersalm (1870m) - Kaserjoch (2042m) – Abzweiger Rappenspitz (1966m) – Larchkalkopf (2162m) - [Rappenspitze-2223m] - Abzweiger (1966m) – Dristl Alm (1641m) – Falzthurn Alm (1091m) – Gramai Alm (1267m). Hier die Runde auf Brouter.de
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Soweit bin ich aber noch nicht. Hinter mir liegt das große Geröllfeld und der folgende sehr steile Anstieg im Schatten auf rutschigen Steinen (es hatte tags zuvor geregnet) hinauf auf den Luntssattel. Endlich auf der Südseite in der Sonne.

Vor mir die Querung in einer Latschgasse zum Rizuelhals. In der Gasse alle paar Meter zwei bis drei beindicke Latschenwurzeln in Kniehöhe. Kein rasches Vorwärtskommen möglich. Ein guter Kilometer, wo ich hoffte, laufen zu können, da nur wenig ansteigend.

Am Rizuelhals dann eine lange Querung über Schotter hinüber zur Naudersalm. Was ich nicht wusste, dass man am Rizuelhals schon die Rappenspitze sehen konnte, direkt vor mir (siehe großes Foto; oben der Spitz).

So verortete ich mein Ziel stets weiter rechts, weswegen ich mich dann mit meinem Rechtsdrall wohl auch verstiegen hatte. Bin den gut markierten Steinen gefolgt, nur leiden den falschen.

Den direkten Weg hinauf zum Kaserjoch hatte ich verpasst und landete später bei einem Felsblock mit einem roten Pfeil nach rechts. (siehe Foto). Dem folgte ich wieder, weil weit und breit keine Wandertafeln zu sehen sind (und ich vermeintlich nach rechts musste, wollte … wie auch immer)

Ja, ich hatte den Track auf dem Handy, dummerweise verläuft der richtige Pfad ein ganzes Stück parallel links versetzt vom falschen. Das aber fand ich erst heraus, als ich zu Hause die Daten meiner Runde auf der detaillierten Karte von RUNALYZE analysieren konnte. Die OpenStreetMap auf meinem Handy hatte einige Pfade/Abzweigungen nicht angezeigt.

Links drüben, am Kaserjoch, sehe ich jetzt endlich gelbe Wandertafeln und versuche, dorthin zu queren. Geht aber nicht, da ein tiefer Graben das Gelände zerschnitt. Also wieder runter, unten herum und wieder hoch.

Rechts vom Kaserjoch dann die Tafeln, die nicht am Wegrand stehen, sondern ein Stück höher. Rappenspitze? Fehlanzeige. Stanserjoch und ein paar mir nicht bekannte Hütten, lese ich.

Am Kaserjoch dann geht es links weiter (nicht ausgeschildert), wieder über ein Geröllfeld. Und wieder folge ich ein weites Stück den Markierungen, kann sogar laufen.

Und dann kommt mir die Richtung komisch vor. Wieder bin ich falsch. Den Abzweiger nach rechts habe ich nicht gesehen. Weil: keine Wandertafeln. So häuft es sich und ich verliere Zeit. Ich muss noch lernen, dass mir früher was komisch vorkommt.

Ein ganzes Stück zurück und dann geht es leicht bergab. Und endlich, 500m weiter die erste Tafel (Rappenspitze( 1 Std.) seit dem Aufstieg im Falzthurntal. Ein gewisse Erleichterung, aber nur, weil ich noch nicht auf die Uhr geschaut habe.

Ich mache mich auf, hinauf in Richtung Larchkarlkopf, der der Rappenspitze vorgelagert ist. Der hin und wieder leicht ausgesetzte Pfad mit Steinen lässt wieder was aufflackern in mir. Dazu weht ein heftiger Wind. Die Zeit schmilzt weiter. Zudem habe ich schon ca. 1300hm auf 9km in den Beinen und werde langsam müde.

Da ich weiß, dass der Abstieg von hier durch das Nauderer Kar hinunter zur Falzthurn Alm, gut 1000hm, kein leichter sein wird, entscheide ich, dieses hübsche Gipfelchen auszulassen. Im Gegensatz zum Sonnjoch von vor einer Woche, bedauere ich dies sehr. Andererseits habe ich hier alles gesehen, was es zu sehen gibt, und das ist super schön. Tolle Panoramen, Täler und Gipfel in schönstem Licht.

Nicht so schön das, was ich nach dem Abstieg ab dem Abzweiger unter die Füße bekomme. Erneut lange Passagen über sehr steile und rutschige Pfade. Dazu ein Traverse über eine Schotterreiße mit einer leicht ausgesetzten Stelle.

Weiterhin sehr steil und rutschig geht es runter bis zur Dristlalm, die wunderschön in der Abendsonne ruht. Dann endlich, ein ganzes Stück kann ich danach im Bergwald auf einem Singletrail hinunterlaufen zur Falzthurn Alm. Um 17:20 Uhr schlage ich im Tal auf und sehe seit Stunden endlich wieder Menschen.

Weil ich auf den Gipfel verzichtet habe, konnte ich mehr oder weniger entspannt den Abstieg machen. Das war es mir dann doch wert. Wie oft ich heute nach hinten weggerutscht bin, habe ich nicht gezählt, hingehauen aber hat es mich nicht.

Dafür bin ich jetzt platt und marschiere die letzten 4 Kilometer und 160hm im Tal rauf zum Parkplatz. In der Dämmerung ziehe ich mich um.

Fazit: Wenig laufbare Pfadel. Karwendelschotter/-stein ohne Ende. Auf- und Abstiege sehr steil und rutschig. Landschaft wunderschön. Dreimal verstiegen. Zeit verloren. Statt 1262hm sind es 1400hm geworden. Statt 15,7km wurden es 17km. Rappenspitze nicht ganz erreicht wegen Zeitverlust (Im Nachhinein: es wäre gerade noch gegangen.)

Bis bald
In the meantime: WIND ROSE - Rock and Stone


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning -Rappenspitze (ganz oben der kleine Spitz) - 24.10.24



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