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Trailrunnng - Wilder Kaiser - Fritz-Pflaum-Hütte
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T R A I L R U N N I N G - W I L D E R K A I S E R - F R I T Z - P F L A U M - H Ü T T E
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07.9.23 Arbeit im Steinbruch Winni
Als ich am 12.9.22 die lange Runde oberhalb des Kaiserbachtals über den Feldberg gelaufen bin und hinüber geblickt habe auf den Wilden Kaiser, da wusste ich, dass ich 2023 wieder kommen werde – bei Kaiserwetter, wie es sich gehört. Auch wenn es heiß ist, und heute war es heiß.
Die Aufstiegsroute zur höchstgelegenen Hütte im Wilden Kaiser, die Fritz-Pflaum-Hütte im Griesener Kar auf 1865m ist vom Feldberg aus gut zu sehen; die leichtere Route durch das Große Griesener Tor. Der Aufstieg durch das Kleine Griesener Tor ist unten schon ausgesetzt. ------------------------------------------------------------------------- Hier die Etappen meiner knapp 12km langen Runde, unterfüttert mit 1350hm: Parkplatz Griesener Alm 1024m – Aufstieg zum Stripsenjochhaus – Abzweiger links Fritz-Pflaum-Hütte (1200m) – Fritz-Pflaum-Hütte (1865m) – Abzweiger Stripsenjochhaus – Stripsenjochhaus (1577m) - Parkplatz Griesener Alm. Hier die Runde auf BRouter.de ___________________________________________________
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Manchmal schaue ich auf einen Berg und denke mir, der sollte doch gut laufbare Pfade haben und hinauf nicht zu steil. Hoch zur Fritz-Pflaum-Hütte allerdings war ich mir sicher, dass es eine Bergwanderung werden wird; vom Feldberg aus sieht das Gelände steil aus.
Dann aber werde ich positiv überrascht. Schon nach dem Abzweiger im Bergwald geht es eher moderat aufwärts, wie auch im weiteren Verlauf immer wieder. Die steilen Passagen halten sich in Grenzen, exponiert ist es nirgends.
Schön wurde der Pfad mit seinen Serpentinen ins steile Gelände gelegt.
Das einzige, was mir nach der Baumgrenze zu schaffen macht, ist die Sonne bei ohnehin schon hohen Temperaturen. Dafür entschädigen die bizarren Felswände und die Gipfel des Predigtstuhl und des Mitterkaiser über mir, der das Griesener Kar in einen westlichen und östlichen Teil trennt.
Es ist ein Donnerstag, entsprechend wenig ist los. Zwei Wanderer kommen mir entgegen, drei sitzen oben an der Selbstversorger Hütte, wo es nur Regenwasser zum Abkochen gibt. Ich esse den einzigen Riegel, auch sonst habe ich heute keine weiteren Kohlehydrate dabei, weil ich mir – was ich selten mache – heute einen Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel mit Kaffee am Stripsenjochhaus gönnen möchte.
Da die Runde heute kurz ist, verweile ich eine halbe Stunde dort oben und schaue mich um. Heiß brennt die Sonne hernieder, bei Windstille. Ringsherum graue, scharf gezackte Felstürme oberhalb riesiger Geröllhalden.
Ich mache mich wieder auf, gehe noch ein Stück aufwärts zu Wandertafeln. Kleines Törl, lese ich, neben dem Ellmauer Tor eine weitere Möglichkeit für versierte Wanderer, den Kaiser nach Süden zu überschreiten.
Neugierig stecke ich meine Nase ins Internet, um ein wenig mehr hierüber zu erfahren und entdecke doch tatsächlich eine Running Muschi – Sachen gibt’s!
Vor mir liegen bis zum Abzweiger 650hm im Downhill. Oben noch ein wenig holprig über Schotter, bald flowig, geht es hinunter, mit einigen Wegrutschern ohne Sturz bei Brösel und feinem Gestein. Der Bergwald spendet dann den ersehnten Schatten und ich erreiche den Abzweiger. Vor mir der zweite Anstieg hinauf zum Stripsenjochhaus, den ich noch nie hoch gelaufen bin und überrascht werde, wie steil der ist.
Vorbei an der Steinernen Rinne wird es immer steiler, dann aber ist es geschafft. Ich sitze um kurz nach 15 Uhr auf der sonnigen Terrasse des Stripsenjochhauses, freue mich auf einen Kaiserschmarrn und bestelle. Leider aus. Ich bestelle einen Apfelstrudel. Leider aus.
Man bietet mir einen Apfelkuchen an, aus dem selben Teig wie Apfelstrudel. Ich bestelle diesen mit Vanillesoße und einer Tasse Cappuccino. 10,40 Euro. Wenig später stellt man mir einen 1cm dicken Teig mit Apfelstückchen vor die Nase, handflächengroß (ohne Finger).
Da wird ein Gast zwei Mal enttäuscht – in einem Haus mit 180 Betten – und zur Belohnung wird er auch noch verarscht. Ich habe dafür das Stripsenjochhaus belohnt, mit einer 1-Sterne-Rezension, die auf der Seite seltsamerweise immer weiter nach hinten rutscht.
Dafür genieße ich das, was es hier umsonst gibt – und wofür man das Haus nicht mit 5 Sterne-Rezensionen überschütten sollte: die grandiose Aussicht auf die nahen Felswände und Gipfel.
Da es kaum was zum Verdauen gab, mache ich mich bald wieder auf, laufe die knapp 3km und 580hm hinunter zur Griesener Alm und mache mich auf den langen Weg nach Hause, ein Weg, der sich gelohnt hat.
Bis bald. In the meantime: Primordial - Victory Has 1000 Fathers, Defeat Is an Orphan
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