31.05.2023 Hausaufgaben gemacht Winni Mühlbauer
Sapperlot! Des had bast! Doch noch ein regenfreier Tag in GAP. So ging mein Plan auf, vor dem Wettkampf am 16.6.2023 einen großen Teil der Strecke abzulaufen, den, der mir unbekannt war.
Zwei Stunden dauert inzwischen die Fahrt von München nach GAP, da ich mit meinem Diesel nicht mehr über den Mittleren Ring fahren darf. Am Ende der A99, bei der Ausfahrt zum Ring (ein kurzes Stück), stehe ich 30 Minuten im Stau. Und das in den Pfingstferien!
Um kurz nach 10 Uhr erreiche ich den den riesigen Parkplatz am Hausberglift (Winter). Zu meiner Freude ist er im Sommer kostenfrei.
Die Runde, die ich heute laufen möchte, beginnt an diesem Parkplatz, den Weg vom Zentrum hierher (1,8km) erspare ich mir, auch die Schleife ganz oben über die Osterfelder (Alpspix), da war ich oft genug. Der schönste Lauf ging über den Jägersteig rauf zum Längenfelderkopf und dann ganz hinauf.
Gedacht ist der heutige Blogeintrag als Beschreibung der Strecke, Fotos habe ich kaum gemacht. Aufgeteilt habe ich die Runde in 3 Abschnitte: die ersten und letzten 10km, und den knapp 2km langen Anstieg hoch zum Lengenfelder Lift, um einschätzen zu können, wo ich am Wettkampfstag stehe.
Eher gemütlich will ich die Sache angehen, da ich kein Hitzeläufer bin und mich direkte Sonneneinstrahlung belastet.
Ich starte im 10:30 Uhr, und schon brennt mir die Sonne in den Nacken. Bald beginnt die asphaltierte Straße leicht anzuziehen, uns schon muss ich ein Stück gehen. Ok, von 0 auf 80 geht anfangs selten. Bald verlaufe ich mich, folge dem breiten Weg. …………………………………………………………………... Und jetzt das Wichtigste: Wer diese Runde laufen möchte, braucht die GPX-Daten vom Veranstalter. Ich habe sie mir auf mein Handy gelegt, auf meine Onlinekarte von OpenStreetMap. Ohne ist man hoffnungslos verloren, weil man ja nie weiß, wie PLAN B die Runde gelegt hat. …………………………………………………………………….
So kommt zu meiner Bummelei dazu, dass ich bei jedem Abzweiger stehen bleiben muss, um zu navigieren. Einmal war es eigentlich sonnenklar, wo es weiter geht, und prompt laufe ich 500m falsch. Dennoch erreiche ich die Partnachalm (Zeitnahme/Zeitlimit) in einer für mich guten Zeit und weit weg vom Rauswurf aus dem Rennen.
Weiter geht es in Richtung Laubhütte, leider immer noch auf einem breiten Wanderweg ohne Aussicht. An der Hütte ein Brunnen! Eine ISO-Tablette von PowerBar in meine Softflask, und weiter. Wenig später dann endlich der Trail. Schön windet er sich durch den Bergwald und durch freies Gelände.
Er bringt mich zu dem Knick, von wo aus es in vielen Kehren steil nach oben geht. …………………………………………………………………………………. Wichtig: Im oberen Drittel liegen 3-4 lange Baumstämme mit viel Geäst auf dem Trail. Schlecht zu sehen ist links die Umgehung. Anfangs sehr steil und sandig mit kaum sichtbaren Spuren führt ein Pfad nach oben, der wieder auf den Weg trifft, der nach den Bäumen eine Schleife macht. Hoffentlich bringt der Veranstalter dort eine Tafel an. ……………………………………………………………………………………. Nach 45 Minuten Wandern bin ich oben, schneller als gedacht. Erstmal kurze Pause, bevor es gleich gegenüber am Lift den Jägersteig runter geht.
Anfangs flowig, bald hakelig geht es hinunter. Dann die Schlüsselstelle: Eine leichte Verschneidung und ein breiter Rinnsal von oben, der die Steine bemoost und gefährlich glatt macht. Meine zwei Tritte auf nasse aber helle Steine sitzen und ich passiere die Stelle mit Hilfe der Stahlseile problemlos. Dennoch hoffe ich, dass der Veranstalter hier eine Matte auslegt oder die Stelle sonst wie entschärft.
Ich erreiche den Abzweiger in Richtung GAP … und habe genau das unter meinen Füßen, was ich befürchtet hatte: einen breiten langweiligen Fahrweg. Zwei Pick-ups und eine Motocross-Maschine brettern an mir vorbei.
Ich laufe und spiele ein wenig mit Zeit und Tempo. Mache ich längere Schritte, bin ich einen Tick schneller unterwegs als bei kurzen schnellen Schritten, wie ich sie beim Straßenlauf mache. Dann rechts ein Abzweiger, ich laufe links auf der Autobahn weiter. Zweifel. Ich drehe um und lande nochmal auf einem kurzen schönen Trail.
Weiter unten kürze ich nochmals ab und laufe direkt runter zum Parkplatz. Am Auto angekommen klatschen dicke Tropfen aufs Dach. Prima Dusche!
Fazit zur Strecke: Über weite Teile, vor allem am Anfang und am Ende, finde ich sie langweilig. Keine nennenswerte Aussicht, und das Ende zieht sich wie Kaugummi. Ob sich darüber die Ultra-Trail-Läufer auf den langen Strecken (111-87-69-45km) freuen, vermag ich nicht zu sagen.
Da ich meinem Motto „Genuß statt Gehetze“ inzwischen auch bei Wettkämpfen treu bleiben möchte, erlaube ich mir, bei folgenden Bedingungen nicht zu starten: Hitze (ab 28 Grad), Dauerregen, Gewitter). Der Start ist um 14 Uhr, da ist derzeit alles möglich. Perspektivisch sind 22 Grad und Gewitterneigung gemeldet.
Anreisen werde ich mit dem Auto. Hinten rein kommt mein Rad, dann kann ich vom Parkplatz Hausberg ins Zentrum radeln. Mit dem Zug bin ich gebunden. Ist der passende weg, komme ich nicht mehr rechtzeitig an.
Ein weiterer Berglauf ist bis dahin nicht geplant, aber evtl. schnelle Einheiten am Oly-Berg.
Bis nach dem 16.6.23
In the meantime: J E Mainer - RUN MOUNTAIN
Run mountain, take a little hill, Run mountain, take a little hill, Run mountain, take a little hill. There you get your fill.
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