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15.12.25
Wieder im Spiel?
Winni

Am 3. November schoss es mir in den linken Unterschenkel: Shin Splint (Schienbeinkantensyndrom). Derart heftig, dass ich nicht mal mehr gehen konnte. Ob es ein hinteres oder vorderes Schienbeinkantensyndrom war, konnte ich nicht herausfinden; direkt links am Schienbein und weiter seitlich hatte ich große Schmerzen.

Im Fitnessstudio mit dem Ende einer 20kg schweren Langhantelstange ein Nest mit Triggerpunkten attackiert. Dann mich diesem Thema mit Ernst gewidmet. Hilfreich waren die Videos auf Youtube von Jan Lingen und seine Newsletter sowie das Buch von Simeon Niel-Asher Referenzbuch Triggerpunkt Behandlung: Hilfe und Selbsthilfe. Triggerpunkte finden und lösen.

Dazu den vorderen und hinteren Fußhebemuskel gedehnt - auf Schlau, den Tibialis anterior und Tibialis posterior, die mir schon Wochen vorher am Sprunggelenk beim Laufen im Flachen immer wieder geschmerzt hatten. Da hatte sich der Shin Splint schon angekündigt. Ich aber dachte, ich hätte den Fußheber nach den Bergläufen zu wenig gedehnt. Immerhin hatte ich mit wiederholtem Sitzen auf den Fersen (Fersensitz) das Richtige gemacht.

Nach gut einer Woche deutliche Besserung. Da die Medizin bei einem Shin Splint in der Differenzialdiagnose immer auch einen Ermüdungsbruch (Stressfraktur) ins Kalkül zieht, der nur in einem MRT festgestellt werden kann, war der Arztbesuch- zwei Woche später - unerlässlich. Das Ergebnis erfahre ich am 8. Januar 26.

Nun zum Trailrunning. Die traumhaften Tage im November in den Bergen fanden ohne mich statt. Jetzt der sonnige und trockene Dezember. Was spricht dagegen, mit einem kurzen Trailrun herauszufinden, wie es um meine alten Knochen bestellt ist. Auf meiner Liste hatte ich die Hochplatte bei Achenkirch, die schon mal als sanfter Gipfel beschrieben wird.

Sanft? Na ja, aber wenn der steile finale Aufstieg über Harsch und Eis geht! Und meine Grödel im Auto liegen!

Gegen Mittag komme ich am Parkplatz des Skilifts von Christlum an. Ein Schild. Skifahrer parken kostenlos. Skitourengeher zahlen pro Person 5 Euro. Und ich? Da kommt er auch schon in gelber Sicherheitsweste, der Kontrolleur. Wenn du keine Skitour machst, brauchst du nicht zu zahlen. Meine Trailrunningschuhe überzeugten ihn.

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Hier die Etappen meiner heutigen 11,3km langen Runde (BRouter unterschlägt schon wieder 1,3km) , unterlegt mit 870hm: Parkplatz Skilift Cristlum (940m) – Bründlalm (1220m) – Seewaldhütte (1582m) – Hochplatte (1813m). Hier die Runde auf BRouter.de.
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Vom Parkplatz aus laufe ich nordwärts über eine Brücke, dann kurz taleinwärts und sehe schon vorne am Eck die gelben Wandertafeln. Sehr steil geht es gleich los, den hin und wieder leicht ausgesetzten Jägersteig hinauf. Heute war der schmale belaubte Pfad trocken.

Nach etwa einem Kilometer und den ersten 200hm lande ich auf einem Forstweg am Sattel. Auch der ist steil und bringt mich hinauf zur Bründlalm. Danach geht es mal auf feinen Trails, mal auf Wanderwegen weiter zur Seewaldhütte. Eine einzige Wanderin kommt mir entgegen und macht Fotos, sonst bin ich wiedermal allein unterwegs.

Die Ausblicke und Panoramen an diesem herrlichen Sonnentag sind großartig. Links hinter mir die Unnütz-Gruppe und der Guffert. Rechts drüben das Rofan. Noch weiter rechts die Seekar- und Seebergspitze. Davor das Skigebiet Christlum. Vor mir eine mir nicht bekannte Berggruppe mit dem dominanten Rether Kopf.

Nach der Seewaldhütte lande ich auch schon im Schnee, zunächst in noch flachem Gelände mit ausgeaperten Stellen im sonst festen Harsch. Bald wird es wieder sehr steil und ich habe zu kämpfen. Immer wieder eisige Stellen auf dem meist zugeschneiten Pfad, vor allem in den Kurven.

Oben endlich das Kreuz mit tollem Rundblick auf diesem Solitärberg, eine von vier Hochplatten. Für mich heute die dritte. Chiemgau (nahe Kampenwand), Kreuth (nahe Roß- und Buchstein). Nr. 4 liegt in den Ammergauer Alpen und ist nix für mich.

Es ist relativ warm und nahezu windstill. Ich stehe da, gucke rund um mich und freue mich über das verfrühte Weihnachtsgeschenk, über einen Novembertag Mitte Dezember.

Ich hole mir den Stock aus dem Rucksack, den ich sicherheitshalber mitgenommen hatte. Der hilft mir beim Abstieg, wenngleich der sich leichter gestaltet, als ich beim hochgehen gedacht hatte.

Die teils eisigen Trittspuren, die ich beim beim Hochgehen genutzt hatte, lasse ich links liegen und laufe oder gehe – mit der Ferse hinein in den Schnee - über unberührten, relativ harten Harsch, in der Hoffnung, nicht in einem Loch stecken zu bleiben.

An der Seewaldhütte spüre ich meine Zehen kaum noch, doch das ändert sich wieder, weil der Weg hinunter flott zu laufen ist, auch auf den unverblockten Trails. Noch kurz das steile Stück auf dem Jägersteig hinunter und ich hab es wiedermal kurz vor der Dämmerung geschafft.


Ich wünsche ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026.

Mal sehen, wann und wie es für mich weitergeht. Im Moment, wo ich den Text hier schreibe, fühlt sich die Wade und das Sprunggelenk komisch an. Nur Muskelkater oder doch mehr? Mal sehen.

In the meantime:
Ensiferum - Scars in My Heart (feat. Madeleine Liljestam)


„Narben im Herzen“ bedeutet tiefe, anhaltende emotionale Wunden, die durch Schmerz, Verrat oder Verlust, oft durch geliebte Menschen, entstanden sind. Sie symbolisieren Überleben und Heilung, nicht Schwäche, sondern tiefe Gefühle und vergangene Kämpfe, die einen zu einem stärkeren und weiseren Menschen geformt haben. Es ist eine Metapher für emotionalen Schmerz, der nicht verschwindet, sondern Teil der eigenen Geschichte wird und zeigt, dass man geliebt, verloren und durchgehalten hat.


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Achensee Hochplatte - 15.12.25



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