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Trailrunning - Rofanspitze - Krahnsattel

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18.10.25
Hoch über dem Zireiner See
Winni

Vor zwei Wochen stand ich am Zireiner See und habe hochgeschaut auf die steilen Nordflanken und Gipfel des Rofans, heute schaue ich runter. Oktober, Rofanzeit. Und wieder mal Zeit, mit meinem Sohn eine Runde zu laufen. Das Wetter spielte mit, der viele Schnee, der hier vor zwei Wochen bis runter ins Tal lag, ist Geschichte.

Um 11:30 Uhr kommen wir an der Erfurter Hütte an, mit der Gondel, man gönnt sich ja sonst nichts. Es ist kalt, noch wabert Nebel um die Gipfel, darüber glasklar der Alpenhauptkamm. Fröstelnd machen wir uns auf in Richtung Rofanspitze. Den ersten Kilometer geht es flach dahin, danach zwei steilere Stufen. Uns wird warm.

Da ich, mit kleinen Abweichungen, diese Runde am 6.10.22 schon mal gelaufen bin, werde ich mich heute kurz fassen.

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Hier die Etappen unserer heutigen 17,5km langen Runde, unterlegt mit 836hm im Uphill und 1647hm im Downhill: Bergstation Rofanseilbahn/Erfurter Hütte (1834m) – Rofanspitze (2259m) – Richtung Sagzahn (2137m) – Sagzahnumgehung zur Schermsteinalm (1855m) – Krahnsattel (2000m) – Erfurter Hütte (1834m) – Dalfazalm (1693m) - Parkplatz Rofan Talstation (990m) - Hier die Runde auf Brouter.
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Die Rofanspitze ist bald erreicht, die Trails dorthin sind fein. Grandios die Aussicht unterwegs. Noch wabert der Nebel um den Sagzahn, macht die Szenerie mystisch. Hoffe dennoch, er lichtet sich später, das Laufgelände nach diesem Klettersteigberg runter zur Schermsteinalm ist ein absolutes Highlight.

Noch aber stehen wir am Gipfel und genießen die Aussicht, weit unten sehe ich die Hütten der Ampmoosalm, denen ich vor zwei Wochen Hallo gesagt hatte. Wie immer ein Genuss der Blick auf die steilen Nordwände und Gipfel. Ganz hinten die Hochiss, wo ich zuletzt am 31.10.22 war und auch noch das Spieljoch mitgenommen hatte.

Den Zireiner See sieht man von hier noch nicht, dazu müssen wir erst noch über einen Graskamm, der teilweise mit Schnee bedeckt ist.

Am seinem Ende dann der Blick hinunter zum See und seiner Umgebung mit schottischen Anmutung; ein Blick hinweg über den markanten Rofan Turm, der von unten aussieht wie ein überdimensionierter Schiffsbug, von oben aber gerade mal als Gipfelchen wahrgenommen wird.

Wir laufen weiter in Richtung Sagzahn, laufen über den Wolken direkt auf den fernen Alpenhauptkamm unter stahlblauem Himmel zu und freuen uns auf den Abschnitt der vor uns liegt: das spannende Stückchen oberhalb der Felskante über der Schermsteinalm.

Auf der kaum begangenen Sagzahnumgehung kommt uns eine Schulklasse entgegen und ich frage mich, wo kommen die her und wo wollen sie hin. Vom Inntal aus hier hoch ist es weit. Gibt man „von Wiesing auf die Rofanspitze“ bei google ein, erhält man fast nur Links zu Skitouren. Oder machen sie die Runde wie wir über den Krahnsattel?

Egal, sie sind längst weitergezogen. Wir laufen weiter hinunter und landen an einem Wegweiser: „Pfad gesperrt, Absturzgefahr“. Als ich 2022 hier war, gab es diese Tafel noch nicht und ich wundere mich ein wenig. Ja, einmal führt der Pfad nahe an die Kante heran, auch weglose Abschnitte gibt es, aber Absturzgefahr?? Wo gibt es die nicht den Bergen! Der grasige Rücken ist auch nur leicht geneigt.

Ich, als amtlich bestätigter Hasenfuß in den Bergen, hatte damals zwar Vorsicht walten lassen aber nie das Gefühl gehabt, in eine gefährliche Situation zu geraten. Im Gegenteil, ich genoss diesen Abschnitt.

Auch das letzte Stück nach der Kante, der kurze Abstieg zur Schernsteinalm hinunter, ist steil, aber harmlos.

Da ich mir den gesperrten Abschnitt nicht angesehen habe, kann ich hier keine Empfehlung aussprechen, denke aber, mit genügend Erfahrung und Vorsicht kann man meinem Track folgen.

Meinem Sohn zu liebe sind wir aber dann doch den neuen rot-weiß-rot-markierten Pflöcken gefolgt, die uns erstmal zurück geleitet und uns dann im Stich gelassen hatten. Wiedermal war eine Orientierung nur über die Topographie möglich. Wir umgehen rechts eine sumpfige Wiese und treffen auf der anderen Seite den Pfad, der uns runter führt zur zauberhaft gelegenen Schermsteinsalm. Leider privat.

Gleich gegenüber der Alm beginnt der Aufstieg zum Krahnsattel, erstmal noch nahezu flach, bald aber sehr steil. Zweihundert kräftezehrende Höhenmeter haben wir vor uns. Oben dann weiter in Richtung Grubascharte, immer im Blick den Rosskopf und links davon die Seekarlspitze, dem mit 2261m zweithöchstem Gipfel des Rofan.

Die Tour auf diesem Gipfel wird verwirrenderweise oft mit schwer (T3) angegeben, wobei es sich das "schwer" auf den seilversicherten Übergang vom Spieljoch zur Seekarlspitze bezieht. Ich war vor gut einem Jahr auf der Seekarlspitze. Die unschwierige Tour führte mich unterhalb des Rosskopfs hinauf zum Gipfel. Eine sehr lohnenswerte Runde.

Wir laufen weiter zur Erfurter Hütte mit vollbesetzter Terrasse, machen kurz Pause und nehmen dann den letzten Abschnitt unter die Füße. Erstmal rüber zur Dalfazalm und von dort die letzten vier Kilometer Trail hinunter zur Talstation. Immer wieder vor mir das Spitzerl Ebner Joch, auf dem ich am 13.10.18 stand, nachdem ich herausgefunden hatte, dass es nur eine T2 mittelschwere Bergwanderung ist.

Bis bald
In the meantime: AMORPHIS - Light And Shadow


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Rofan Rofanspitze - Krahnsattel - Dalfazalm - 18.10.25



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